Strafrechtsschutz

Der Beruf des Steuerberaters ist gefahrgeneigte Arbeit. Wenn Berater die steuerlichen Interessen ihrer Mandanten wahrnehmen, geraten sie nicht selten selbst unvorhergesehen in die Schusslinie der Strafverfolgungsbehörden.

Wenn Mandanten an Vermögensmaximierung durch Steuerminimierung denken, ist das für sich genommen legitim und vollkommen normal. Folglich werden Berater dieses Ziel der Mandanten mit legalen Mitteln auch verfolgen. Allerdings schließt das nicht aus, dass auch sie dabei ins Visier der Steuerfahnder gelangen. Zwar enthalten Abgabenordnung (AO) und Strafgesetzbuch (StGB) keine speziellen Straf- und Bußgeldtatbestände für Steuerberater. Das verhindert aber nicht, dass sie ebenfalls in den Strudel steuerstrafrechtlicher Ermittlungen gezogen werden.

Ermittlungen gegen Mandanten werden nicht selten von der Aussage geprägt: „ Ich habe das doch alles so gemacht, wie es der  Steuerberater empfohlen hat “. Damit liegt der  „schwarze Peter“ wieder auf Seiten der Steuerberater.

Ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor ist die Komplexität des Steuerrechts. Besonders groß ist das Risiko für den Steuerberater, wo zum Mandantenkreis regelrechte „Steuerverweigerer“ gehören. Kein Berater kann sicher sein, dass alle seine Mandanten die Steuerminimierung nur innerhalb legaler Grenzen betreiben. Damit sind Konflikte vorgegeben: Erhält ein Berater beispielsweise Kenntnis von auswärtigen Schwarzgeldkonten eines Mandanten, muss er sich zwingend über Konsequenzen anlässlich der Steuererklärung Gedanken machen, wenn die zu erwartenden Zinserträge nicht auftauchen. Viel zu schnell können Berater sonst Beteiligte einer Straftat sein. Der Vorwurf lautet dann Beihilfe zur Steuerhinterziehung (§§ 370 AO, 25 StGB).

Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sollten sich daher Gedanken über die Abdeckung durch einen speziellen Straf-Rechtsschutz machen. Wir sind Partner namhafter Rechtsschutz-Versicherer und definieren gemeinsam mit Ihnen das passende Absicherungskonzept.